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Das Meer (Klabund) (Andere Gedichte)

Das Meer.


Ich schwelle in meiner Flut über die Erde.
Es wirft meine wilde Welle Tang an den Strand,
Muscheln, violette Quallen und kleine Seepferde.

Aber der Ekel zischt, daß ich mich gezeigt.
Ich krieche in mich zurück,

und der Nordwind schweigt.

Ebbe ist … Kinder gehen, sammeln, suchen
und sehen Krabben, nasse Sterne,
erstaunlichstes Getier.

Ich aber bin längst in der Ferne wieder bei mir.


Und was ich an den Strand warf, stirbt in der Luft
oder in des Menschen Hand. –
Nur die Taschenkrebse graben sich
mit ihren Scheren in den Sand.

Sechs Stunden warten sie bis zur nächsten Flut. –

Die Taschenkrebse kennen mich gut.



Eingetragen am 08.11.2011 09:33:10 von 2rhyme
Autor: Klabund
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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