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Neuer Lenz (Andere Gedichte)

Neuer Lenz.

Lenz, kamst du wieder frisch und mild,
     Vom Sturm in’s Land getragen,
Und mit dir manch vergess’nes Bild
     Aus fernen Jugendtagen?

Einst wie ein unbegreiflich Leid

     Im Schimmer sel’ger Thränen,
Ein Ahnen von Unsterblichkeit,
     Ein sanftes Todessehnen. –

Heut’ grüß’ ich wie die Lerche dich

     Aus jubelheller Kehle,

Verstehe dich herzinniglich,
     Du Bruder meiner Seele!

Urkräftig weht mir durch die Brust
     Dein blüthenfrohes Walten, –

Ein derber Drang nach Erdenluft

     Und eigenem[1] Gestalten.

Am Ende komme, was da mag!
     Jetzt frommt uns Kampf und Kosen.
Du Lenz entschwindest wie ein Tag, –

     Und dennoch streu’st du Rosen.
  1. ? Vorlage: eigenes. Druckfehler, siehe S. 261


Eingetragen am 08.11.2011 09:34:37 von 2rhyme
Autor: Wilhelm Hertz
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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