Auf den Wällen Salamankas (Andere Gedichte)
Auf den Wällen Salamankas Sind die Lüfte lind und labend; Dort, mit meiner holden Donna, Wandle ich am Sommerabend.
Um den schlanken Leib der Schönen Hab’ ich meinen Arm gebogen, Und mit sel’gem Finger fühl’ ich Ihres Busens stolzes Wogen. Doch ein ängstliches Geflüster
Zieht sich durch die Lindenbäume, Und der dunkle Mühlbach unten Murmelt böse, bange Träume. „Ach, Sennora, Ahnung sagt mir: Einst wird man mich relegiren,
Und auf Salamankas Wällen Geh’n wir nimmermehr spazieren.“
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:02 von 2rhyme
Autor: Heinrich Heine
Quelle: de.wikisource.org
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