Glocken (Andere Gedichte)
Glocken O ihr Glocken, meine liebsten Töne! Kommt von dort, wo meine dunkeln Augen, Heißgeliebte, dunkle Mädchenaugen, Selig starren in des Abends Schöne.
O ihr Glocken! In des Abends Gründen Wohnt das Glück, und meine Sehnsucht lodert. Meine Sehnsucht soll die dunkeln Augen Wie der Blitz die Nacht mit Lieb durchzünden! O ihr Glocken, laßt das Sehnsuchtsläuten!
Stürmt und wimmert, daß mir nicht das Jauchzen Fremden Glückes durch die Ohren gelle! – Meine Seel’ ist Sturm in leere Weiten.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:00 von 2rhyme
Autor: Paul Haller
Quelle: de.wikisource.org
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