Auf künstlich schönen Altären flammt,
Den Göttern die gelbe Flamme voll Opferduft
Von Stieresschenkeln und Wollenheerden empor.
Die Jünglinge denken auf Spiel’ und Flötengesang
Und Lustbarkeiten; indeß den Eisenbeschlagenen Schild
Der schwarzen Spinne Geweb’ umspinnt
Und den spitzigen Speer und das zweischneidige Schwert
Der Rost benaget. Es tönt nicht mehr
Der ehernen Tuba Klang; er scheucht nicht mehr
Uns von der Augenwimper den süssen Schlaf,
Der unser Herz erquickt.
Flecken und Dörfer sind voll frölicher Gastereyn,
Und Gesänge der Liebe glänzen auf ihnen umher.
Eingetragen am
08.11.2011 09:32:58 von
2rhyme
Autor:
Johann Gottfried Herder
Quelle:
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