Gott und Welt (Andere Gedichte)
Gott und Welt Ich bin ein Mensch von Fleisch und Blut, Ich fange keine Grillen; Ich kann des Fleisches Durst so gut Wie den der Seele stillen.
Ich schwinge brünstig mich empor Zu Gott in schwacher Stunde; Und werd’ ich stark, heb’ ich den Flor Von heiliger Todeswunde. Weit öffnet sich der Arme Paar
Gleich hellen Tempelpforten; Ich kniee schluchzend am Altar, Ich bete nicht in Worten.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:01 von 2rhyme
Autor: Frank Wedekind
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