Malerin Klugschnack (Andere Gedichte)
MALERIN KLUGSCHNACK Wenn ich einmal großen Appetit Auf ein großes Wiener Schnitzel habe, Und ich esse Käse. Und ein Knabe, Greller Bettelknabe säße
Weinerlich am Straßenrand; Und ich drückte ein Stück Käse In die vorgestreckte Hand. Und ich zöge magenknurrig In der Anekdote weiter
Und belöge mich: Wie heiter Das gewesen sei, wie schnurrig. Und es käme irgendwie Wer, dessen fidele Güte Mich zu einem Schnaps einlüde.
Und dann kämen Sie. – Ja, dann wollt ich Ihnen, die ich eben Kennen lernte, junge Malerin, Anfangsunterricht im Malen geben, Ob ich auch durchaus kein Maler bin.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:27 von 2rhyme
Autor: Joachim Ringelnatz
Quelle: de.wikisource.org
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