König Abend (Andere Gedichte)
KÖNIG ABEND Wie König Balthasar einst nahte, die Stirn vom Kronenreif erhellt. so tritt im purpurnen Ornate der König Abend in die Welt.
Der erste Stern führt ihn wie jenen bis an den fernsten Hügelsaum; dort findet Mutter Nacht er lehnen mit ihrem Kind im Arm, dem Traum. Dem bringt er just wie jener Weise
des Orients das Gold, gehäuft, – das Gold, das uns der Knabe leise erlösend in den Schlummer träuft.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:18 von 2rhyme
Autor: Rainer Maria Rilke
Quelle: de.wikisource.org
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