Die Zeit ist hin (Andere Gedichte)
Die Zeit ist hin. Die Zeit ist hin; du löst dich unbewußt Und leise mehr und mehr von meiner Brust; Ich suche dich mit sanftem Druck zu fassen, Doch fühl ich wohl, ich muß dich gehen lassen.
So laß mich denn, bevor du weit von mir Im Leben gehst, noch einmal danken dir; Und magst du nie, was rettungslos vergangen, In schlummerlosen Nächten heim verlangen. Hier steh ich nun, und schaue bang zurück;
Vorüber rinnt auch dieser Augenblick, Und wie viel Stunden dir und mir gegeben, Wir werden keine mehr zusammen leben.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:44 von 2rhyme
Autor: Theodor Storm
Quelle: de.wikisource.org
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