Antwort an Madame Karschinn (Andere Gedichte)
Antwort an Madame Karschinn. Schwarz und dunkel, wie der Nacht Gefieder, Sank auf meine feuchten Augenlieder Melancholisch sich der Schlaf herab: Und da träumte mir von einem schönen Feste;
Du und ich, wir waren auch als Gäste Bey der Tafel, die ein König gab. – Sage doch, was mag der Traum bedeuten? Soll ich das versprochne Glück erbeuten? [1] Doch ich aß ja bey der Tafel nicht;
Alles war für mich nur Schaugericht. – Dieß ist schmerzlich. – Aber diese Schmerzen Sind die kleinsten, nagen nicht am Herzen. Du, Geliebte, willst sie von der Stirn mir scherzen: Und schon ists zur Hälfte dir geglückt.
Denn das Röschen, das dein Herz erquickt, Das die Freundschaft für mich abgepflückt, Hat in deinem Liede mich entzückt. - ? Dieses bezieht sich auf ein Haus, welches der König der Verfasserinn zu bauen versprach, und welches durch den Krieg verhindert wurde.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:01 von 2rhyme
Autor: Susanne von Bandemer
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