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Die Gröse der Welt (Andere Gedichte)

Die der schaffende Geist einst aus dem Chaos schlug,
Durch die schwebende Welt flieg ich des Windes Flug,
     Bis am Strande
     Ihrer Wogen ich lande.

Anker werf’, wo kein Hauch mehr weht

Und der Markstein der Schöpfung steht.

Sterne sah ich bereits jugendlich auferstehn,
Tausendjährigen Gangs durchs Firmament zu gehn,
     Sah sie spielen

      Nach den lokenden Zielen,

Irrend suchte mein Blik umher,
Sah die Räume schon – sternenleer.

Anzufeuren den Flug weiter zum Reich des Nichts,
Steur’ ich muthiger fort, nehme den Flug des Lichts

      Neblicht trüber

     Himmel an mir vorüber
Weltsysteme, Fluten im Bach
Strudeln dem Sonnenwandrer nach.

Sieh, den einsamen Pfad wandelt ein Pilger mir

Rasch entgegen – „Halt an! Waller, was suchst du hier?“

     „„Zum Gestade
     Seiner Welt meine Pfade!
Seegle hin wo kein Hauch mehr weht,
Und der Markstein der Schöpfung steht!““

„Steh! du seegelst umsonst – vor dir Unendlichkeit!“

„„Steh! du seegelst umsonst – Pilger auch hinter mir! –

[130]

     Senke nieder
     Adlergedank dein Gefieder,
Kühne Seeglerin, Fantasie,

Wirf ein muthloses Anker hie.„„



Y.


Eingetragen am 08.11.2011 09:33:32 von 2rhyme
Autor: Friedrich Schiller
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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