Herbst (Andere Gedichte)
Herbstzeitlose
Oh, Du schöne Herbstzeitlose, die Du im Herbst des Lebens , lieblich wie eine Rose unterm Herbstlaub blühst - vergebens !
Deiner Schönheit Blüte bleibt der Welt verborgen, weil mit ungestümer, roher Urgewalt der grimme Herbststurm und des nahen Winters Sorgen zerblasen Deiner Schönheit zarte Gestalt.
Auf den sturmumtosten Weiden, von der Rinder scharfen Hufen, ohne je um Hilf’ zu rufen, mußtest Du den Tod erleiden.
Einmal nur durftest Du so schön erblühen, einmal nur durftest Du die Welt erblicken, dann mußtest Du im Sonnenuntergang verglühen und die Erinnerung auf Winterreise schicken.
Dein Leben durfte nicht lange reichen, es ward jäh und ungestüm zerbrochen. Du kamst kaum aus der Erde gekrochen und mußtest schon dem Winter weichen.
J.W. 1999
Eingetragen am 12.11.2011 10:39:18 von Federstilzchen
Autor: Jens Wohlkopf
Quelle: Eigenes Gedicht
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