Das Fischermädchen (Fontane, 1905) (Andere Gedichte)
Das Fischermädchen. Steht auf sand’gem Dünenrücken Eine Fischerhütt’ am Strand; Abendroth und Netze schmücken Wunderlich die Giebelwand.
Drinnen spinnt und schnurrt das Rädchen, Blaß der Mond in’s Fenster scheint, Still am Herd das Fischermädchen Denkt des letzten Sturm und – weint. Und es klagen ihre Thränen:
„Weit der Himmel, tief die See, Doch noch weiter geht mein Sehnen, Und noch tiefer ist mein Weh.“
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:08 von 2rhyme
Autor: Theodor Fontane
Quelle: de.wikisource.org
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