Nah und fern (Andere Gedichte)
Nah und fern. Wenn die Wolken vielgestaltig Sich am Horizonte dehnen, Ueberkommt uns allgewaltig Ihnen nach ein tiefes Sehnen.
Aber wenn die stolzen Züge Sich zur Erde niederlassen, War ihr Zauber – eitle Lüge, Sind es graue Nebelmassen.
Wenig läßt die Nähe gelten, Tausend Reize hat die Ferne: Selbst die lichtesärmsten Welten, Wandelt sie – in helle Sterne.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:36 von 2rhyme
Autor: Theodor Fontane
Quelle: de.wikisource.org
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