Kirchenbesuch am 18. Oktober 1814 (Andere Gedichte)
Kirchenbesuch am 18. Oktober 1814. Die Sonne lichtet sich in Morgenbläue, Will hell ihr siegreich freies Land bescheinen; O dumpfe Stadt, wirst du dich nicht vereinen, Den Herrn zu preisen für die ew’ge Treue?
Verschlossen stehen deine Tempelbäue, Die Glocke ruft zur schönsten Feier Keinen; Doch tret’ ich in die Kirche, – Dank dem kleinen Halb offnen Pförtlein dort – daß ich mich freue. Ihr Heil’genbilder rings, so fromme, schlichte,
Laßt euch durch meinen leisen Tritt nicht stören, Ihr feiert betend wohl des Tags Geschichte! O Kirche, sel’ger, als bei vollen Chören, Von Gott erfüllt, durchstrahlt vom Morgenlichte! Wer ist’s, der diesen darf den Eingang wehren?
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:16 von 2rhyme
Autor: Gustav Schwab
Quelle: de.wikisource.org
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