Dann (Andere Gedichte)
Dann. Doch als du dann gegangen, da hat sich mein Verlangen ganz aufgethan nach dir ... Als sollt’ich dich verlieren,
schüttelte ich mit irren Fingern deine verschlossne Thür. Und durch die Nacht der Scheiben, ob du nicht würdest bleiben, bettelten meine Augen, und –
Du gingst hinauf die Stufen und hast mich nicht gerufen, mich nicht zurück an deinen Mund. Vernahm nur noch mit stieren Sinnen dein Schlüsselklirren
im schwarzen Flur, und dann – Traum ... bis die Schatten kamen, wo wir im Park zusammen ins bodenlose Wasser sahn.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:07 von 2rhyme
Autor: Richard Dehmel
Quelle: de.wikisource.org
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