Kameraden (Andere Gedichte)
Kameraden. Manchmal aus aller Wirrnis und Plage Hebst du den Blick, Schweigend zu forschen, wie ich sie trage: Sorgen und Mühen – unser Geschick.
Manchmal am dunklen, schleichenden Tage Sucht dich mein Blick, Sucht dich mit stummer, mit bebender Frage: Wie noch erträgt sie’s, unser Geschick? Dann an milderen, lichteren Tagen
Mag es geschehn, Daß unsre Augen sich finden im Fragen Und ihr zitterndes Leuchten verstehn, Daß sie sich bannen – und stiller dann leuchten, Stille. – Und fern,
Fern aus den Nächten, die ewig uns däuchten, Wächst ein milder, ein ewiger Stern!
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:16 von 2rhyme
Autor: Otto Ernst
Quelle: de.wikisource.org
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