Die Mondenfinsterniß (Andere Gedichte)
Die Mondenfinsterniß. Die Finsterniß des Monden zu sehn, Ladt ich jüngst Freund und Brüder ein: Dieß kann, sprach ich vortrefflich geschehn In einem Glase blanken Wein.
Sie kamen und ich schenkte frisch ein: Gebt acht! schrie ich, da, seht ihr, da! Jedoch sie stürzten hurtger hinein, Als sich der Mond im Glase besah. Die Finsterniß gieng wieder vorbey,
Man sah den Strahl des Mondenlichts: Was saht ihr, rief ich – – mit großem Geschrey Antworteten sie taumelnd: Nichts!
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:38 von 2rhyme
Autor: Christian Felix Weiße
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