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Ein Leben ohne Arzt (Lustige Gedichte)

Ein Leben ohne Arzt

In alten Zeiten, als es keine Ärzte gab,
da ging der Mensch zu weisen Frauen,
vor Schmerz gekrümmt, an seinem Bettelstab,
und ließ sich ins trübe Auge schauen.

Sie suchten Heil in Feuersflammen,
sie warfen Federn und auch kleine Knochen,
ihr Heil sollt von den Göttern stammen,
sie haben manch Gebet gesprochen.

Und wenn ’s den Göttern dann gefiel,
und die Frau des Heils den Menschen heilte,
war der kranke Mensch am Ziel
weil er noch im Kreise seiner Lieben weilte.

Doch ging die Sache leider schief,
weil das Opfertier die Wahrheit scheute,
man nicht nach dem Richter rief,
sondern sich am Opfermahl erfreute.

Krankheit war einst einfach Gott gegeben
und die Heilung lag in Götterhänden.
Niemand wollte einfach weiterleben,
wenn ’s die Götter nicht für gut befänden.

Der Mensch strebte nicht nur nach Heilung,
nein, dem wahren Heile strebt’ er zu.
Es war alles eine Frage der Verteilung,
und nur im Glauben fand man Ruh’.

Heute sollen Ärzte Heil und Heilung bringen,
und bezahlen sollen dafür Krankenkassen,
das wird und will leider einfach nicht gelingen,
weil beide uns am Ende auch nur sterben lassen!

Jens Wohlkopf, 2012


Eingetragen am 02.04.2012 22:52:10 von Federstilzchen
Autor: Jens Wohlkopf
Quelle: Eigenes Gedicht
Weitere Informationen unter:



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