Hirtenfeuer (Andere Gedichte)
Hirtenfeuer. Ließest unter uns dich nieder, Liebe, liebenswerthe Frau, Aber heute ziehst du wieder, Wie die Sterne ziehn im Blau.
Siehst den Abendstern du blinken Dort vor seinem Untergang? Einen Augenblick im Sinken Ruht er auf dem Bergeshang. In der flüchtigen Minute,
In dem eilenden Moment Ist’s, als ob er gastlich ruhte, Wie ein Hirtenfeuer brennt. Aber nur die kleinste Weile Bringt er auf der Erde zu,
Sieh – er zittert ja vor Eile Und verschwindet, Frau, wie du.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:04 von 2rhyme
Autor: Conrad Ferdinand Meyer
Quelle: de.wikisource.org
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