Der entflohene Amor (Andere Gedichte)
Der entflohene Amor. Ich trank, und Chloe trank mit mir, Gleich war der Gott der Lieb auch hier: Ach! seufzte Chloe, sieh! schon stört er unsre Freuden, Hasch ihn, wir wollen ihm die Flügel gleich beschneiden.
Nein, sagt ich, da könnt er noch fliehn: Die Flügel wachsen: laß uns ihn, Den kleinen Bösewicht, eh er entflieht, ersticken! Nicht wahr? so kann er uns doch weiter nicht berücken.
Wir haschten: eh man sichs versah, War er bald dort, bald wieder da: Und als ich ihn einmal recht fest zu halten dachte, Floh er in unser Herz; wir seufzten, und er lachte!
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:13 von 2rhyme
Autor: Christian Felix Weiße
Quelle: de.wikisource.org
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