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Auff den Sontag deß ernehrenden Versorgers (Andere Gedichte)


XLIV. Auff den Sontag deß ernehrenden Versorgers /
oder VII. Sontag nach dem Fest der H. Dreyeinigkeit / Marc. 8.

WEnn gleich kein Mittel wä’r / vnd aller Trost verschwinde:
     Vnd ich ohn Hülff vnd Trost nur vngepflügtes Land
     Vnd gar nicht fruchtbar Holtz / vnd öder wüsten Sand
In höchster Hungers-Noth für meinen Augen fünde:

So zag’ ich dennoch nicht. Denn könt auch seinem Kinde

     Der vor vier tausend Mann hier Brodt vnd Speise fand
     Vnd überbleiben ließ? Verschliessen Hertz vnd Hand?
Drumb ists vmbsonst / daß ich mich selbst mit Sorgen binde!
     Nicht ohn ists / ich bin arm / vnd mit viel Angst beschwert

     Doch weiß ich: wer nur stets zu Gott die Sinnen kehrt

Den gantz kein Sünden Netz / kein Zweifel-Strick kan fangen:

     Der gutt’s zu thun sich müht: der Christum fleissig hört

     Vnd Ihn mit fester Treu’ vnd reinem Leben ehrt /
Wird / was er darff vnd wil / mit Vberfluß erlangen.



Eingetragen am 08.11.2011 09:33:02 von 2rhyme
Autor: Andreas Gryphius
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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