Laura, nach Petrarch (Andere Gedichte)
Laura, nach Petrarch. Was sah ich? Himmlische Gebehrden, Ein Engelbild! Kein Gleiches ward auf Erden. Erinnerung, die mich entzückt und quält. Phantome, Träume, Nebel scheinen
Mir alle nun die Freuden dieser Welt. Ich sah die schönen Zwillingslichter weinen, Zu tausendfachem Neid des Sonnenlichts erhellt. Ich horchte klagenden Accenten, Die selbst Barbaren Huldigung,
Dem Hochgebürge Näherung Und Strömen Halt gebieten könnten. Geist, Liebe, Wehmuth, Sympathie Zerflossen rührend schön in ihrer Klage, O Welt, seit deinem ersten Tage
Vernahmst du solche Töne nie. Die Himmel lauschten dieser Harmonie, Kein reges Blättchen durch Gebüsch und Aeste, So lagen süß gefangen alle Weste. HAUG.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:21 von 2rhyme
Autor: Johann Christoph Friedrich Haug
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