Der Irrgarten (Kraus) (Andere Gedichte)
Die Sprache ist, dies glaubt mir auf mein Wort, ein Zwist, bei dem ein Wort das andre gibt. Es leben Lust und Zweifel immerfort im Zwiespalt und es neckt sich, was sich liebt.
Was treibt es nur? Geburt zugleich und Mord? Ich steh’ dabei und habe nichts verübt. Wie kam ich an den zauberischen Ort? Die Welt ist durch das Sieb des Worts gesiebt.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:15 von 2rhyme
Autor: Karl Kraus
Quelle: de.wikisource.org
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