Wie die Tage macht der Frühling (Andere Gedichte)
Wie die Tage macht der Frühling Auch die Nächte mir erklingen; Als ein grünes Echo kann er Bis in meine Träume dringen.
Nur noch mährchensüßer flöten Dann die Vögel, durch die Lüfte Weht es sanfter, sehnsuchtwilder Steigen auf die Veilchendüfte. Auch die Rosen blühen röther,
Eine kindlich güldne Glorie Tragen sie, wie Engelköpfchen Auf Gemälden der Historie –
Und mir selbst ist dann, als würd’ ich Eine Nachtigall und sänge
Diesen Rosen meine Liebe, Träumend sing’ ich Wunderklänge – Bis mich weckt das Licht der Sonne, Oder auch das holde Lärmen Jener and’ren Nachtigallen,
Die vor meinem Fenster schwärmen.
Eingetragen am 08.11.2011 09:35:30 von 2rhyme
Autor: Heinrich Heine
Quelle: de.wikisource.org
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