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Das Schiff (Ginzkey) (Andere Gedichte)

Das Schiff.

Es schwimmt ein Schiff auf hoher See,
Sein Segel ist so weiss wie Schnee.

In blauer Ferne zieht’s vorbei,
Es ragt so kühn, es fährt so frei.

So einsam schwebt es durch das Meer.

Die Oede lauert rings umher.

Von wannen kommt’s und welches Ziel
Verfolgt sein wanderfroher Kiel? –

Wie lange pflügt es schon die Flut? –

Wann kommt die Zeit, in der es ruht? –


Wie vielen Stürmen trotzt’ es schon? –
Wie vielen spricht’s noch ferner Hohn? –

Kehrt es zurück ins Heimatland?
Besucht es einen fremden Strand? –

[263]
Es fährt, es fährt. Mein Auge sieht

Es kleiner stets, je mehr es flieht.

Da – wo der Himmel küsst das Meer,
Versinkt es nun. Die See ist leer.

Mein Auge sucht vom Felsenriff

Noch immer das versunkne Schiff.


Mir kommt’s wie eine Seele vor,
Die sich ins Weltenall verlor.

Franz Karl Ginzkey.

Eingetragen am 08.11.2011 09:33:11 von 2rhyme
Autor: Die zehnte Muse
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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