Frühlingslied (Andere Gedichte)
Jede Blume ist ein Ton In dem Frühlingslied, dem holden, Jede Blume ist ein Stern, Uns den Frühling zu vergolden.
Jedes Rehlein, das im Wald Sorglich durch die Blätter lauschet, Jedes Bächlein, das im Moos Silbern über Kiesel rauschet; Jede Lerche, die im Grau
Uns das Morgenroth verkündet, Jedes Mädchen, das uns hold Blaue Veilchenkränze windet; Jeder Schmetterling, der leis Aus der Blume Nektar trinket,
Jedes Abendroth, das still Hinter grünem Wald versinket; Jede weiche Maiennacht, Wo wir lauschen mit Entzücken, Wie der warme Tropfen fällt,
Blatt und Blüthe zu erquicken; Jeder Demant und Rubin, Den der Morgen wirft auf Rosen – Alles sind nur Melodien In dem Frühlingslied, dem großen.
Wunderherrliches Gedicht, Wie kein schönres je gewesen – Doch das Schönste bleibt ein Herz, Das darin versteht zu lesen. F. St.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:57 von 2rhyme
Autor: Die Gartenlaube
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org
|