Sta. Cecilia in Trastevere (Andere Gedichte)
Sta. Cecilia in Trastevere. (Von Maderna.) Vor deinem Bildnis bin ich hingesunken, O Jungfrau, – Überwind’rin – Heldin du! Und hab’ verschmachtend tief in mich getrunken Den Zauber deiner unentweihten Ruh’!
Dich hätt’ der Tod mit seinen plumpen Oualen Dahingestreckt? Begeist’rung war’s allein: Von Ihrem Blitz seh’ ich dein Antlitz strahlen, In dir verklärt sie noch den todten Stein! Asbest erhielt sie deine heil’gen Glieder
Wie sie geblüht; der Katakomben Nacht Gab unberührt und unverwest sie wieder – Zu rein warst du selbst für des Todes Macht! Denn nur Begierd’ entweiht den Leib zu Zunder Und Fäulnis, drin des Wurmes Brut erwarmt –
Du aber blühtest, ein jungfräulich Wunder, Noch aus dem Grab, wie dich dein Gott umarmt!
Eingetragen am 08.11.2011 09:35:05 von 2rhyme
Autor: Marie Eugenie Delle Grazie
Quelle: de.wikisource.org
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