Flackerschein (Andere Gedichte)
Flackerschein Ich sah einer Flamme goldhaarig Flackern, Da war’s nur ein Schein auf welligem Strom, Mondlicht, wer weiß, aus den Bäumen geronnen, Sonngeweb, hinter Wolken gesponnen.
O meine Seele, was quält dich der Tag? Warst doch aus Feuer zur Flamme geboren, Wurdest ein Flackerschein, Weitab von der Sonne verloren. Freu dich, der Abend sinkt.
Goldene Decken breiten sich linde. Schlummer, kühl mir das Haupt, Dem weinenden Kinde.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:55 von 2rhyme
Autor: Paul Haller
Quelle: de.wikisource.org
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