Eusa Bach (Andere Gedichte)
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- Eusa[1] Bach.
A’ hauhi Doanheck groant am Roi’ Und untrar[2] ussam Nagelstoi’ Rinnt zwischet Bluama glockaheall A starker, frischer Brunnaqueall.
Sei’ Pfohsand[3] strudlat, ob[4] es siad, Und wirblat rum und wead it müad, Fluicht ällwei nouf, fluicht ällwei na, Seit wenn? wia lang? wear könnt des sa? Und blôtra thuats[5] vom Erdreich rouf,
Aß höb[6] a Weasa dunta schnouf. Los? Schwätzt as it? dô könnt i gauh’ Kassei’[7] gar noh sei’ Sprôch verstauh’. „O Bua,“ saits, „i bi’ maih aß alt, Woiß uja[8] Marking, fainfmôl Wald
Und fainfmôl Feald, und renn am End, Wenn neana[9] koini Leut maih sind. I hau’ äll deini Nähni[10] kennt Und ihne s tägli Trinka gspendt, Iahr Väah und iahri Wiesa tränkt
Und hau’n en noh Gedanka gschenkt. Se haunt jô ghoust – und des ischt wôhr – Bei miar dô huß[11] viel hundert Jôhr. Doch wo-n-en[12] d Hoimat brennt ischt a, Dô sind se weiter an mer na
Und haunt im Dorf an Ranka[13] bout. Dô sprenz en heu’t noh iahra Krout Und tränk en d Hab[14] und schwemm en d Gäul Und nimm da Schmotz mit in der Eil. Und wenns im Bschrieb dinn gschriaba stôht,
Daß ui der Bach oft bschädigt hôt, Du woischt, des hôt a’n andrer thau’, I ka’ it guat füar d Weattrar stauh’, Füar d Wolkabrüch, füar Loim[15] und Kôt, Wenn über d Nacht der Schnai vergôht.
I thuar koim Steag und Brückle waih, I nimm koi’ Holz, koi’ Strauh, koi’ Heu, Koi’ Häusle und koin Sousteig[16] mit. Noi’, sotte Au’deiß[17] thuar i it. I bi’ äll[18] willig, bi’ äll gschlacht,
Hau’ ui äll nuinz aß[19] d Putzmagd gmacht. Wo wär in miar a’n Au’glück gscheah’? Hau’ gean de Buaba Groppa[20] gea’, Haun s täglis in mer watta lau’, Koim Hüahnle nia a Loidle thau’.
Hau’ ujam Öler[21], wenn au gstät, Uß Kräfta s Mühlrad redle dreht, Bi’ äll füar ujen Nutza gsei’. Was keit[22] ma’n aber in me rei’ Im Au’dank, heo? Gott verzeihs!
Verreckte Katza, hine Mäus. D Klöpfhäfa[23] leert ma’n in me ous, Dur s Gscheida Mischte muaß i nous Zum Fleacka und duß d Gäu’s noh hau’ Und in ra wüaschta Lacha stauh’,
Bis endle d Schwaza[24] zua mer kommt Und d Feadra uß meim Häsle[25] rummt.“ Dô sag i: „Bächle, du hôscht reacht, Jô d Leut, dia sind a’fanga[26] schleacht; Denn schafft se oiner au schiar krank,
Was kriagt er? Nix aß s Tuifels Dank. Was witt dervon? So sind se môl Und bleibet se, dia Hundertstrôhl. Wead iabott[27] au dei’ Wasser trüab, Renn zua und thuars de Alte zliab,
Wia-n-i di halt in Aihra hauh Und diar z liab meine Alti au Trutz ällam Gspött doch nôchi mach[28] Und mi schreib: „Michel Buck am Bach!“ –
- ? Unser.
- ? Unter ihr.
- ? Strudelsand.
- ? Als ob.
- ? Blasen steigen auf.
- ? Als ob.
- ? Vielleicht.
- ? Eure.
- ? Nirgends.
- ? Ahnen.
- ? Da außen.
- ? Als ihnen.
- ? Wegbiegung.
- ? Rindvieh.
- ? Lehm.
- ? Schweinstall.
- ? Unarten.
- ? Immer.
- ? Nichts als.
- ? Kleine Fische.
- ? Eurem Ölmüller.
- ? Wirft.
- ? Kindertöpfe.
- ? Schwarzach, Flüßchen.
- ? Kleidchen.
- ? Nachgerade.
- ? Mitunter.
- ? Meinen Alten nachmache.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:54 von 2rhyme
Autor: Michel Buck
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