Der Novembertag (Andere Gedichte)
DER NOVEMBERTAG Kalter Herbst vermag den Tag zu knebeln, seine tausend Jubelstimmen schweigen; hoch vom Domturm wimmern gar so eigen Sterbeglocken in Novembernebeln.
Auf den nassen Dächern liegt verschlafen weißes Dunstlicht; und mit kalten Händen greift der Sturm in des Kamines Wänden eines Totenkarmens Schlußoktaven.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:19 von 2rhyme
Autor: Rainer Maria Rilke
Quelle: de.wikisource.org
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