Den Manen Schillers (Kämpchen) (Andere Gedichte)
Den Manen Schillers. Vor hundert Jahren, Zu früh der Welt noch, Ist er gestorben. Gestorben, um weiter
Unsterblich zu leben Für alle Zeiten. – Groß wie Schiller, Vielleicht noch größer, (Wer kann da messen)
War Wolfgang Goethe. – Aber sind beide Auch Dichter-Titanen Im Bunde mit Shakespeare – Kühner gesungen
Dem Volke, der Freiheit, Hat Schiller im Liede. – Gegen Tyrannenmacht, Gegen den Heuchelwahn Schwang er sein Dichterschwert,
Furchtlos und frei. – Helvetiens Berge, Schimmernd im Morgenlicht, Glühend im Abendschein, Sind dessen Zeuge. –
Unvergänglich, Dem Volke, der Freiheit, Hat beiden ein Mal er Gesetzet im „Tell“. – Darum, ob man auch jetzt
Prunkend ihn feiern will, Nichtig und hohl – Unser, dem Arbeitsvolk, Kämpfer zum Kämpferheer, – Unser ist er. –
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:12 von 2rhyme
Autor: Heinrich Kämpchen
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