Teufelswurst (Andere Gedichte)
TEUFELSWURST Das Pfäfflein saß beim Frühstückschmaus. Er schaut und zieht die Stirne kraus. Wer, fragt er, hat die Wurst gebracht? Die Köchin sprach: Es war die Liese,
Die Alte von der Gänsewiese. Drum, rief er, sah ich in letzter Nacht, Wie durch die Luft in feurigem Bogen Der Böse in ihren Schlot geflogen. Verdammte Hex,
Ich riech, ich schmeck’s, Der Teufel hat die Wurst gemacht. Spitz, da geh her! – Der Hund, nicht faul, Verzehrt die Wurst und leckt das Maul. Er nimmt das Gute, ohne zu fragen,
Ob’s Beelzebub unter dem Schwanz getragen.
Eingetragen am 08.11.2011 09:35:07 von 2rhyme
Autor: Wilhelm Busch
Quelle: de.wikisource.org
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