An Laura (Kämpchen) (Andere Gedichte)
An Laura. Unergründlich, wie die tiefste See, Sind, o Laura, deine schwarzen Augen. – Und mir ist so wohl, mir ist so weh, Und vor Lust und Schmerz ich fast vergeh’,
Wenn ich schau’ in deine schwarzen Augen. – Hast du, Laura, einen Blick für mich? Einen Kuß, denn meine Lippen brennen? – Heiß und feurig, Mädchen, lieb’ ich dich, Jedes andre Bild in mir verblich,
Und der Tod nur kann uns wieder trennen. – Seit ich dich zum ersten Mal geseh’n, Laura, war mein Schicksal auch besiegelt. – Du, nur du kannst diesen Drang versteh’n, Heiß und feurig, wie des Samums Weh’n,
Und wie Lavagluten, ungezügelt. – Deine Schönheit war der Götterstrahl, Der mein Herz zu solcher Glut entzündet. – Und nun bleibt mir anders keine Wahl: Harr’ in Hoffenslust und Sehnsuchtsqual,
Bis dein Mund mir Gegenlieb’ verkündet. –
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:00 von 2rhyme
Autor: Heinrich Kämpchen
Quelle: de.wikisource.org
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