Das Droschkenpferd (Andere Gedichte)
Das Droschkenpferd. In einer Gasse, eng und klein, Hielt jüngst ein Droschkenmann, Ein Schusterjunge kam des Wegs Mit Pfeifen schnell heran.
Doch wie er vor dem Pferde steht, Macht er urplötzlich Halt, Ein banges Zittern überfallt Den Jungen alsobald. Er dreht sich rechts, er dreht sich links,
Er möchte gern vorbei, Doch sieht er immer auf das Pferd Mit Furcht und voller Scheu. »I, Junge,« ruft der Kutscher laut, »Geh ruhig deinen Strich,
Mein Jaul is gar keen böses Tier, Loof man, er beisst dir nich!« »Det Beissen fürchte ick ja nich,« Spricht jener alsobald, »Ick fürchte blos man, dass der Jaul
Am Ende auf mir fallt.«
Ernst Dehm.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:08 von 2rhyme
Autor: Ernst Dehm
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