Die Nachtigallen (Eichendorff) (Andere Gedichte)
Die Nachtigallen. Möcht’ wissen, was sie schlagen So schön bei der Nacht, ’s ist in der Welt ja doch Niemand, Der mit ihnen wacht.
Und die Wolken, sie reisen, Und das Land ist so blass, Und die Nacht wandert leise Durch den Wald über’s Gras. Nacht, Wolken, wohin sie gehen,
Ich weiss es recht gut, Liegt ein Grund hinter den Höhen, Wo meine Liebste jetzt ruht. Zieht der Einsiedel sein Glöcklein. Sie höret es nicht,
Es fallen ihr die Löcklein Uebers ganze Gesicht. Und dass sie niemand erschrecket, Der liebe Gott hat sie hier Ganz mit Mondschein bedecket,
Da träumt sie von mir. Jos. v. Eichendorff
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:39 von 2rhyme
Autor: Joseph von Eichendorff
Quelle: de.wikisource.org
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