Am Himmelsthor (Meyer) (Andere Gedichte)
Am Himmelsthor. Mir träumt’, ich komm’ ans Himmelsthor Und finde dich, die Süsse! Du sassest bei dem Quell davor Und wuschest dir die Füsse.
Du wuschest, wuschest ohne Rast Den blendend weissen Schimmer, Begannst mit wunderlicher Hast Dein Werk von neuem immer. Ich frug: »Was badest du dich hier
Mit thränennassen Wangen?« Du sprachst: »Weil ich im Staub mit dir, So tief im Staub gegangen.« Conr. Ferd. Meyer.
Eingetragen am 08.11.2011 09:32:58 von 2rhyme
Autor: Conrad Ferdinand Meyer
Quelle: de.wikisource.org
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