Gustchen (Andere Gedichte)
Gustchen. Ich schwör’ dir’s, Herzenskönigin, Bei meinem Bart, Dass durch und durch ich Kenner bin Von seltner Art.
Nicht ohne trift’ge Gründe schneid’ Ich dir die Cour, Denn manche schöne Einzelheit Gab dir Natur. Vor deinem Wuchs und Augenpaar
Macht jeder Front, Und was betrifft dein Rabenhaar, So ist es blond. Doch was besonders mich entzückt Gar wunderbar,
Das ist: Mit Grübchen ist geschmückt Dein Wangenpaar. Nun bitt’ ich dich, wenn dies ich mir Erlauben darf: Mit diesen Grübchen kokettier’
Nicht gar so scharf! Schon manches Mädchen hat’s erlebt Zu grosser Pein: Wer andern solche Grübchen gräbt, Fällt selbst hinein! Julius Stettenheim.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:01 von 2rhyme
Autor: Julius Stettenheim
Quelle: de.wikisource.org
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