Zwischen meinen Wänden (Andere Gedichte)
Zwischen meinen Wänden Ich danke dir: Ich bin ein Kind geblieben, Ward äußerlich auch meine Schwarte rauh. Zu viele Sachen weiß ich zu genau Und lernte mehr und mehr die Wände lieben.
Doch zwischen Wänden, wenn die Fantasie Ein kleines Glück so glücklich zu erfassen Imstande ist, daß wir uns sagen: Nie Uns selber lieben! Nie das andre hassen! Nur einsam sein! – –
Spricht oft mein Innerstes zu solcher Weisheit: Nein! Denn all mein Sinnen lauscht, ob fremde Hände Jetzt etwa klopfen werden an mein einsam Wände, Und wenn’s geschähe, rief es laut: Herein!!!
Eingetragen am 08.11.2011 09:35:46 von 2rhyme
Autor: Joachim Ringelnatz
Quelle: de.wikisource.org
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