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’s Dirndl (Andere Gedichte)

’s Dirndl.
(In oberbayrischer Mundart.)

Drob’n auf der Alm, da hockt a Herr,
Der kimmt schier bis von Preussen her,
Ausländ’risch schaugt er si’ scho’ recht.
Deutsch kann er a bisl’, aber schlecht.

»Nu, liebe Frau, möcht’ ich mir laben,

Kann ich ein Töpfchen Milch wohl haben ?«
»»Recht gern,«« sagt d’ Sennd’rin, »wenn i’s hätt’,
Aber koa Frau, dös bin i net.««

»I, ist an Milch hier solche Not?

Dann, Fräulein, jiebt’s wohl Butterbrot?«

»»Recht gern,«« sagt’s, »»wenn i nur oans hät’,
Aber koa Fräul’n bin i net.««

»Na, Inngfrau. sei’n Sie nur nicht böse,
Denn jiebt’s doch wohl ’n Stückchen Käse?«

»»Recht gern,«« sagt’s, »»wenn i nur oan hätt’,

Aber’ koa Jungfrau bin i net.««

[342]

»Wie soll ich denn dies Rätsel lösen,
Wer sind Sie denn, verehrtes Wesen?«
»»Herrgott,«« sagt sie, »»ist dös a G’walt,

Wer wer’ i sein? – a Dirndl halt.««


Karl Stieler.

Eingetragen am 08.11.2011 09:35:47 von 2rhyme
Autor: Karl Stieler
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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