Wenn wie ein leises Flügelbreiten (Andere Gedichte)
Wenn wie ein leises Flügelbreiten Sich in den späten Lüften wiegt, – Ich möchte immer weiter schreiten Bis in das Thal, wo tiefgeschmiegt
An abendrothe Einsamkeiten Die Sehnsucht wie ein Garten liegt. Vielleicht darf ich dich dorten finden, Und zage wird dein erstes Mühn Die wehen Wünsche mir verbinden,
Du wirst mich führen tief ins Grün – Und heimlich werden weisse Winden An meinem staubigen Stabe blühn.
Eingetragen am 08.11.2011 09:35:29 von 2rhyme
Autor: Rainer Maria Rilke
Quelle: de.wikisource.org
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