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Heil dem Maien! (Andere Gedichte)

Heil dem Maien!

Laßt uns singen
Dieser sommerfrohen Zeit!
Wer im Reien

Hier will springen

Tanz auf Angers grünem Kleid.
Laßt uns hier den Mai begrüßen,
Denken auch der Schönen, Süßen,
Die uns scherzen

Läßt von Herzen –

Singt ihr Loblied weit und breit.

Heil den Händen,

Heil der Wange
Und den Lippen rosenrot!

Dürft ich senden

Ihr im Sange
Doch mein Herz, treu bis zum Tod.
Ja, ich wollt ihr wohl in Treue
Dienen alle Tag aufs neue,

Daß die Süße,

Die ich grüße,
Ende meine Liebesnot.

Heil den Augen,
Heil dem Munde

Dunkelrot und schön von Bau!

Könnte taugen
Solche Kunde,
Würd ich gern die schöne Frau
Allen zeigen, daß man sehe

Und mir neidlos zugestehe:

Keinen freute
Je bis heute
Solches schönen Weibes Schau!

Heil dem Kinne,

Heil den Brauen

Und dem Halse lilienzart.
Ihre Minne
Ließ mich schauen
Stets der Seligkeit gepaart.

Aber an der Edeln, Süßen

Will mich nicht solch Glück begrüßen,
Kein Erbarmen
Lacht mir Armen,
Und mein Dienst bleibt mir erspart.

Heil dem Leibe!

Was erdenken
Mag der Wunsch, erfüllt ists hier.
Keinem Weibe
Mochte schenken

Gott im Himmel größere Zier.

Er hat ihr zum Kleid gegeben
Sittenreines Tugendleben;
Seht die Reine,
Die ich meine,

Wie so züchtig steht es ihr!

Eingetragen am 08.11.2011 09:34:02 von 2rhyme
Autor: Richard Zoozmann
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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